Toronto und Niagara Falls Marathon/ Halbmarathon 2014

Strecke Toronto Marathon

Vom 16.10.-28.10.14 waren wir mit laufreisen.de zum Toronto Marathon/Halbmarathon und Niagara Falls Marathon/Halbmarathon.

 

Für 12 Tage hatten wir sehr viel Programm, sind viel Bus gefahren, haben Toronto, Kingston, Montreal, Quebec, Ottawa und Niagara Falls gesehen (aber nicht kennengelernt, die Zeit war zu kurz) und sind in Toronto und in Niagara Falls gelaufen – Bernd zwei mal Marathon, ich zwei mal Halbmarathon.

Wir hatten eine nette, aber mit 36 Leuten etwas große Reisegruppe und haben neue Bekanntschaften geschlossen.

Den Toronto Marathon haben 3.967 Läufer gefinisht und Bernd ist in 3:59:30 Altersklassensieger geworden. Beim Toronto HM sind 10.528 Läufer ins Ziel gekommen. Ich war ein echter Radiergummi in 2:37:11. Ich hab dafür einige Fotos beim Lauf gemacht. Leider war es unangenehm kalt und einige km lang gab es den kalten Wind auch von vorn. Die Strecke war recht schön, erst durch die Stadt und dann (allerdings auf breiten Straßen) am Ontariosee entlang. Die Marathonis mussten noch eine große Schleife in der anderen Richtung am See entlang laufen. Es waren zwei Wendestrecken dabei und es gab tatsächlich Läufer, die abgekürzt haben. Nur lag an der Wende eine Matte... 6 Läufer wurden daher disqualifiziert.

Eine Woche später war der Niagara Falls Lauf – es war immer noch sehr kalt. Es ist eine Punkt-zu-Punkt-Strecke immer am Niagara Fluss entlang. Der Marathon startet in den USA, dann wird über eine lange Brücke über den Fluss nach Kanada gelaufen. Die Marathonis mussten sich dafür extra ein Tagesvisum für die USA holen und den Pass mitnehmen und im Kleiderbeutel lassen. Etwas erschreckende Vorstellung – aber auf die Kleiderbeutel wird gut aufgepasst. Der Halbmarathon startete beim km 21 des Marathons und die Strecke war dann für alle gleich. Die Strecke fand ich sehr sehr schön, rechts immer der Fluss, links sehr schöne Häuser und Gärten und die Gegend so gepflegt, alles sei alles eine große Parkanlage.

Der Lauf war in Teilen allerdings katastrophal organisiert. Es gab keinerlei Infos bei der Ausgabe der Startnummern. Keine Streckenpläne, keine Infos, wo und welche Verpflegung es geben wird, keine Info zu Startzeiten und Abfahrtszeit und -ort der Busse. Bis auf den Streckenplan konnte man zwar alles im Internet nachlesen. Hat für einige aber wohl nicht so geklappt. Am Lauftag gab es einige herumirrende Gestalten, die ihren Transferbus bzw. den Start des 10km-Laufes suchten und mindestens eine Läuferin hatte ihren Pass nicht mit und durfte nicht zum Marathon-Start über die Brücke. Bei unserer Gruppe war aber alles gut, Reiseleiter Nils hatte alle nötigen Infos.

Wie sich dann herausstellte, wäre ein Plan mit den Versorgungsstellen auch überflüssig gewesen. Außer sehr kaltem chlorigem Wasser und einem Honiggetränk in sehr unterschiedlichen Abständen (mal alle 2km, dann kam gefühlt 7km gar nichts mehr) gab es schlicht keine Verpflegung. Für die Halbmarathonis soll es an einer Stelle Bananen gegeben haben – ich habe aber keine mehr gesehen. Für Marathonis, die ja noch später vorbeikamen, war das zum Teil echt schlimm. Bernd hatte zum Glück 2 Gels dabei.

Die Kleiderbeutel wurden für die Halbmarathonis in drei Bussen gelagert, für die Marathonis in zwei Bussen. Bei zwei Bussen war alles ok. Aber in dem Bus, in dem auch ich meinen Beutel abgeben musste, waren zu viele Kleiderbeutel. Beim Ausgeben nach dem Lauf kam man nicht nach. Ein Läufer unserer Gruppe hat 50min in der fiesen Kälte gestanden und auf seinen Beutel gewartet. Das geht gar nicht.

Trotz allem haben 1088 Läufer den Marathon und 1803 Läufer den Halbmarathon gefinisht. Bernd ist mit 4:05:08 wieder Altersklassensieger geworden. Ich bin bei 2:32:37 ins Ziel gekommen – mit beginnender Erkältung, an der ich noch 10 Tage herumdokterte.

Wir hätten große Lust gehabt, nun auch den den NYC Marathon ranzuhängen, aber die Idee kam viel zu spät und hätte wohl auch unsere Finanzen gesprengt.

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© berlin-runner Katrin