Palma Marathon/ Halbmarathon 20.10.13

Wir hatten uns für Palma entschieden, weil dort HM und M gelaufen werden kann, weil man recht leicht dorthin kommt und es auch nicht allzu weit entfernt ist.

 

Ich hatte ein Hostel ganz nah bei der Kathedrale und beim Start/ Ziel gebucht. Es war sehr sehr schlicht dort für den Preis von 70 EUR für das DZ. Aber die Lage war echt Klasse. Fünf Minuten Fußweg zum Start!

 

Wir kamen erst am Samstag, einen Tag vor dem Lauf, in Palma an. Ich hatte seit Mittwoch mit einem recht starken Infekt zu kämpfen und tat alles, um den noch rechtzeitig loszuwerden und Bernd nicht anzustecken. Noch am Samstag ging es mir so lala. Obwohl es in Berlin auch mild war, schlug uns die Wärme in Palma direkt beim Aussteigen aus dem Flieger entgegen. 26 Grad – das waren wir nun nicht mehr gewöhnt.

 

Nach dem Einchecken im Hostel Ritzi holten wir die Startunterlagen an der kleinen Messe im Start/Zielbereich an der Kathedrale ab, aßen auch ordentlich Pasta und schlenderten ein bisschen durch die Altstadt an der Kathedrale.  Nach einer Pause im Hostel gingen wir abends wieder los, denn anlässlich den 10. Jubiläums des Laufes gab es Live-Musik und ein Feuerwerk. Das Feuerwerk und die Stimmung dort an diesem herrlichen lauen Sommerabend waren echt schön.

 

Am Sonntag Morgen ging es mir tatsächlich besser, dafür hatte Bernd ein leichtes Kratzen im Hals. Au weia. Er versprach, langsam zu laufen mit einem Puls nicht über 150. Der Marathon startete zuerst, dann der 10km-Lauf und dann der Halbmarathon. Der HM hatte mit 4.000 Läufern die meisten Teilnehmer, für den Marathon waren 1770 Läufer gemeldet und für den 10km Lauf 3100.

 

Es war recht warm, aber noch bewölkt. Die Strecke für M und HM führte zuerst auf der Uferstraße 5,5 km nach Westen bis zur Zitadelle. Dort gab es einen ordentlichen Anstieg. Dann wieder zurück zum Start und hinauf in die Altstadt und dort kreuz und quer und auf und ab hindurch. Ich hatte schon bei km4 gemerkt, dass ich nicht mal ein Tempo von 6:30 halten kann, ich war einfach noch schlapp und es war warm. So habe ich jegliche Ambition in Hinsicht auf die  Zielzeit sehr zeitig sausen lassen und es ging nur ums Ankommen. Ich wurde natürlich dadurch immer weiter durchgereicht und ab km16/17 kam es mir vor, als wenn ich als einzige Läuferin durch Heerscharen von Touristen laufe. Es war dort nichts abgesperrt und man musste sich im Zickzack einen weg um die Leute herum bahnen, die sich überhaupt nicht für den Lauf interessierten. Sehr eigenartige Erfahrung... Später lief man durch sehr ruhige verwinkelte Gassen und ich sah zum Teil keinen Läufer mehr vor mir. Strecke erraten war angesagt!

 

Inzwischen schien auch die Sonne und es wurde richtig warm. Zum Glück gab es sehr viele Getränkestände und auch für die allerletzten Läufer war noch alles da. An den Verpflegungsstellen gab es dann auch ein wenig Anfeuerung. Von den angekündigten Musikbands, Sambatänzern  und Trommlern habe ich nichts gemerkt. Bei km19 trennte sich die Marathon- und die Halbmarathonstrecke. Ich durfte nach Westen zum Ziel laufen, die Marathonis mussten weiter nach Osten Richtung Ballermann. Der Zieleinlauf war sehr schön, dort standen ganz viele Zuschauer. Sicher die Angehörigen der Läufer. Etwas schwierig war, dass man auf der Gegenfahrbahn noch 200m am Ziel vorbei laufen musste, bevor es eine Kehre in Richtung Zielbogen gab. Obwohl ich mir unterwegs so einsam vorkam – es kamen tatsächlich noch 90 Läufer hinter mir.

 

Die Verpflegung im Ziel war richtig üppig, zumindest was die Getränke betraf (alkoholfreies Bier, Cola, Powerade, Wasser). Zu essen gab es nur Äpfel, Bananen und Kekse, aber für mich reicht das. Ich holte meinen kleiderbeutel und den Fotoapparat und positionierte mich an der Strecke, um unsere Freundin aus München, Jeanine, und Bernd zu erwischen. Jeanine kam sehr bald, aber auf Bernd musste ich noch recht lange warten. Ich war natürlich etwas besorgt, ob er durchkommt und gesund ist. Gleichzeitig auch froh, dass er ganz offensichtlich langsam lief. Als ich anfing, über Notfallpläne nachzudenken, kam er wohlbehalten endlich an. Hach, nun war ich glücklich! Wir ließen uns gemeinsam noch ein Zielbierchen schmecken und wanderten dann zum Hotel.

 

Abends gab es lecker Essen im Restaurant, mitten in der Altstadt und draußen sitzend. Herrlich. Am nächsten Tag fing bei Bernd der Infekt so richtig an, aber egal, wir hatten ja alles geschafft. Der Sonntag war wegen des Infektes der einzige Tag, an dem ich schon und Bernd noch laufen konnte. Punktlandung! Den Montag nutzten wir für eine schöne Fahrradtour an der Küste entlang zum Ballermann und darüber hinaus und am Dienstag flogen wir dann wieder nach Hause.

 

Es war schön, auch dort mal dabei gewesen zu sein. Dass viele Läufer jedes Jahr mitlaufen, kann ich nicht so recht nachvollziehen. Der Veranstalter meint, es sei der schönste Insellauf der Welt. Das glaub ich nicht. Die Strecke war ok, die Versorgung vorbildlich, aber Stimmung und Musik außer im Start/Zielbereich nicht vorhanden.    

 

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© berlin-runner Katrin