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Göteborg Halbmarathon 12.05.2012
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Berlin-Marathon 24.09.06
Berlin-Marathon 25.09.05
25km-von-Berlin 07.05.06
25km-von-Berlin 08.05.05, run berlin 2005
Wie alles anfing
Berlin-Marathon 26.09.04

http://www.real-berlin-marathon.com/events/berlin_marathon/

Bericht Berlin-Marathon am 26.09.2004

Nachdem ich im April 2004 erstmals den Halbmarathon gelaufen war, wurde das ganz ganz große Ziel realistischer: kann ich unsportliche Nudel auch einen Marathon schaffen?

Bernd und ich haben fleißig trainiert. Im Sommer, als Bernd verreist war, versuchte ich trotz Job sogar 2x täglich zu laufen. Das klappte genau zwei Mal, dann hatte ich arge Probleme mit Knien und Muskeln. Also lieber vernünftig sein, 3 - 4 Mal in der Woche trainieren, davon ab August einmal wöchentlich Bahntraining im Mommsenstadion. Zweimal lief ich 30 km ( 3:56h u. 3:36h).

  Frühstückslauf mit Ziel im Olympiastadion

Am 25.09.05 dann zum Frühstückslauf angetreten, ca. 6 km vom Schloss Charlottenburg ins Olympiastadion. Ein gemütlicher Lauf mit toller Stimmung, am tollsten der Einlauf durch den Tunnel ins neu hergerichtete Stadion. Dort war dann alles für ein Schlemmerfrühstück bereitet - Joghurt, Müsli, Brötchen, Bananen, Getränke - alles war in großen Mengen vorhanden.

Danach in den Messehallen am Funkturm die Startnummern abgeholt. Dort alles ziemlich voll - die Schlangen an der Chipausgabe 200m lang (zum Glück haben wir eigene Chips!), die Messe-Schnäppchen vergriffen und die bestellten Finisher-Shirts ebenso. Es waren nur noch Elefanten-Größen da. Nach einem möglichen Finish ohne Finisher-Shirt zu sein und dies irgendwann später zu erhalten, konnte ich mir gar nicht vorstellen. Ich organisierte dann noch eines in Größe M, es ist auch zu groß, egal. Bei der Pasta-Party stehen Massen Schlange, Sitzplätze gibt es kaum. Zum Glück haben wir sowieso keine Pasta vorbestellt. Wir fahren lieber ins Roma und essen dort Nudeln, Bernd gleich zwei Portionen.

 Start mit Mülltüte

Am Sonntag dann ziemlich kaltes Wetter und als wir am Lehrter Bahnhof aus der S-Bahn steigen, fängt es an zu regnen. Wir haben zum Glück Mülltüten dabei, die wir gleich überziehen. Dank meiner Zeitplanung sind wir natürlich viel zu zeitig da und warten mit dem Umziehen noch 30 Minuten. Dann umgezogen, gegenseitig viel Glück gewünscht und los zum Startblock. Bernd weit vorn, ich ganz hinten. Ich muss schon wieder, vor den Toiletten unvorstellbare Schlangen. Ich stehe 20 Min an und als das erledigt ist, ist schon die geplante Startzeit. Die Blöcke sollen im 2-Minuten-Abstand gestartet werden. Dieser Plan geht nicht auf, so dass ich erst 45 Min nach dem ersten Schuss über die Startlinie komme. Damit ist die Zeitplanung, die unsere Groupies (Claudia, Martin, Katharina, Loni, Susi, Nadine, Sven) erhielten, im Eimer.

 Der Lauf wird gestartet

Die ersten 5km laufe ich im dichten Pulk, das eigene Tempo zu finden ist kaum möglich. Am 5km-Schild hinke ich meinem Zeitplan bereits 2 Minuten nach. Zuschauer sind hier (Moabit, Mitte) eher selten, dafür gibt es lustige Begebenheiten. Zum Beispiel verschwindet ein Läufer hinterm Busch, um gleich darauf erschreckt wieder hinauszuspringen - der Busch war bereits mit 2 hockenden Mädels belegt. An der Jannowitzbrücke treffe ich Mücke - natürlich überholt er mich. Etwas später in Kreuzberg überholt auch Iris. In Kreuzberg haben sich einige tolle Bands aufgebaut, das bringt Stimmung und lenkt ab. So ist der Halbmarathon-Punkt ohne Probleme bei 2:17h erreicht. Ich freue mich nun auch auf die Groupies, die ich ab km 25 erwarte. Zuerst kommen Nadine und Sven am Breitenbachplatz, dann nur 200m weiter Katharina, Susi und Loni. Das beflügelt bis zum Wilden Eber. Hier hatte ich Dieter vermutet, aber wie sich später herausstellt, war er schon weg, als ich endlich vorbeilief.

Nun geht es auf die 30km-Marke zu. Die Beine sind schon recht schwer. Unterwegs auch immer wieder gehende Läufer und Läufer, die sich massieren oder verarzten lassen. Ich quäle mich den Ku´Damm hinauf zur Gedächtniskirche und hoffe auf einen Kräfteschub durch die Groupies Claudia und Martin. Leider niemand mehr zu sehen. Auf der Bülowstraße geht es sehr schwer, aber dann kommt der Potsdamer Platz und wieder viele Zuschauer und Bands. Jetzt ist es nicht mehr soo weit und inzwischen ist klar, dass ich ein Finisher sein werde! Der Zeitplan ist um 5 Min überzogen und ich kämpfe um ein höheres Tempo, ahne aber, dass ich mein Zeitziel (< 5h) nicht erreichen werde. Egal, jeder Schritt bringt mich jetzt dem Ziel näher. Unter den Linden, viele Zuschauer und schon das Brandenburger Tor zu sehen! Ich laufe unheimlich langsam, aber mental geht’s prima.

Dann durchs Tor, noch 300m, geschafft! Nettozeit 5:01:48. Ich bin eine Marathoni! Was kann mir in meinem Leben schon noch passieren, das ich nicht mit Willenskraft, Disziplin, Ausdauer und Durchhaltevermögen bewältigen kann! Ich - die ich einen Marathon gelaufen bin!

 Ich bin eine Marathoni!

Im Ziel fängts nochmal ordentlich an zu regnen. Medaille, Wärmefolie, wo ist Bernd? Da steht er und fotografiert schon! Bernd ist unglaubliche 3:32:19 gelaufen und war schon bei der Massage! Dort stehen jetzt Schlangen und ich ziehe mich wegen des Regens lieber um. Wir schauen nochmal, ob jemand uns am Familiensammelplatz erwartet- nein - und fahren mit stolzgeschwellter Brust nach Hause. Die Treppen am Lehrter Bahnhof sind nur schwerst zu bewältigen.

Später erzählt mir Susi, dass die drei nochmal am U-Bahnhof Bülowstraße standen, auch zu der Zeit, als ich vorbeischlich, und dort bis zum letzten Läufer ausharrten. Trotzdem haben wir uns nicht gesehen. Aber den Letzten hat es sicher unheimlich gut getan, dass noch Zuschauer dort waren!

Katrin Geisler


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